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Axel Schulz

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Kommentar?   cry out box

Sound an

24.12.2004

KlosterkircheWissenschaftler haben herausgefunden

Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid.

Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.
Sochn zmileicih gniael, oedr?

Ich wnscühe aleln, die das lseen ktnoenn, fhroe Waencihhten.

 

6.12.2004

Erdbeben im Schwarzwald

Ja, ich habe es auch gehört und gespürt. Nachts um kurz vor 3:00 Uhr in einem alten Schwarzwälder Bauernhaus schlafend wurde ich wach, und dachte zuerst, "was träume ich denn schon wieder Heftiges?!" Das Erdbeben ließ mir dann aber soviel Zeit, dass ich es auch fast mit klarem Verstand als Erbeben erfassen konnte. Da ich nicht zuhause war (also Gundelfingen liegt höchsten 10 km von Waldkirch, dem Epizentrum entfernt) sondern in Todtmoos (ca. 80 km entfernt) war es nicht ganz so heftig, aber immerhin noch so stark, dass das Erbeben meine Zimmertür aufgemacht hat. Cooler Trick von dem Erbeben, hat mich echt beeindruckt. Das Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala dauerte auch ziemlich lange, aber in einem alten Schwarzwälder Holzhaus stürzt da nichts so schnell zusammen. Da im Haus (noch ca. 20 Menschen) und draußen auf der Strasse ich keine Stimmen hörte und auch keine Panik herrschte, gab's einfach nur ne kurze Pinkelpause und dann wieder ins Bett und weiterträumen.

Ansonsten war es übrigens sehr schön im Schwarzwald, inklusive Beben.

 

24.11.2004

Geschichten aus dem Supermarktregal

Die besten Geschichten schreibt einfach der Alltag. Heute morgen machte ich meinen üblichen Mittwochmorgenbürofrühstückseinkauf und dachte, warum nicht mal Sushi im Büro? Nicht dass ich jetzt da sitze, Noriblätter auf Bambusmatten verteile und Wasabi mir reinziehe, ... ne, einfach nur ein Stück frischen Fisch und Sojasoße. Das ist die Urform aller Sushibasteleien, einfach lecker, einfach gut und obendrein extrem gesund.

Meinen Sushimeister hinter der Fischtheke erspähte ich bereits schon von der Ferne aus Gang 3, doch zuvor ging ich gut gelaunt auf das bunte Sortiment im Regal »Asia-Food« zu. Um die Preistreiberei nicht zu unterstützen, wollte ich nicht zur alles überschwemmenden Marke in diesem Bereich greifen, sondern mal (zugegeben mal wieder) eine unbekannte Marke Sojasoße verwenden. Klein praktisch und bürogerecht. Da hielt ich auch schon ein Fläschlein in der Hand, ... wunderbar.

Dann viel mein Blick auf den Hersteller: Dunekacke.

Sojasosse, die von Dunekacke hergestellt wurde??????? Das ist ja so als würde mein Zahnarzt Dr. med. Schlachter heissen? (Auch letzteres gibt es wirklich!) Da stand ich nun und dachte mir, "ok, an den Hersteller dieser braunen Sojasoße darfst Du während des Genusses einfach nicht denken!" und kaufte trotzdem diese Flasche mit rotem Drehverschluss.

Zugegeben, es ist nun doch eine chinesische und keine japanische Sojasoße (ein großer Unterschied, aber hallo!!!) ansonsten hatte es aber keine Nebenwirkungen, ... glaube ich zumindest.
Und dass dies alles wahr und echt ist, ...
... ja, den Sojasoßenhersteller Dunekacke gibt es wirklich.

 

4.11.2004

Motorradmesse

Eine Custombike-Motorradshow für harte Jungs und wilde Kerle in Freiburg. Wow, beinhart und granatenscharf. Mit coolen Bikes, scharfen Bodypaintaktionen und qualmenden Burnouts. Klar, ... da war ich dabei.

Ok, dass dann 80% der Messebesucher mit dem Auto anreisen und sich brav in die zugewiesene Parkreihe einweisen lassen, hätte mich ja schon skeptisch werden lassen müssen. Zugegeben, ich Weichei wollte bei dem wechselhaft bis wolkigen Wetter dann auch nicht die Aprilla anschmeißen und fuhr ebenso stillvoll mit dem Ford vor. Aber irgendwie passte das schon nicht so ganz in mein Bild von wilden Motorradjungs unter sich.

Drinnen in der Halle standen dann gleich die ersten Custombikes. Ok, nicht gerade die allerneusten Modelle und ich glaube Fred Kodlin baute auch noch nach 1892 weitere Bikes, aber immerhin ein paar nette, fette tiefergelegte Sitzgelegenheiten in Lack und Chrom konnte man schon gucken. Gleich den Fotoapparat rausgeholt und losgeknipst!

Und dann da vorne, 3 Messestände weiter, Bodypainting. Ja, aber hallo......., sofort da hin! Und was sehe ich dann? Ne, also wenn wilde Jungs im Dunst von Bier und Motoröl da mal gepflegt glotzen wollen ....... die zu bemalende Lady stand da fast komplett angezogen und der "Künstler" hat da quasi DRÜBERGEMALT. Warum nennt man es dann nicht gleich Clothespainting????? Da hast Du ja auf der Direktmarketingmesse in genau der gleichen Halle hier im braven Freiburg mehr gesehen! Ne....., wat ne Enttäuschung! GELD zurück, SCHIEBUNG...... Ich will es wild und gefährlich, und dann so was!!!

Custombike in Freiburg

Plötzlich laut und dröhnend .... Burnout? Alles eilt Richtung Geräuschkulisse, und .......... da sitzt einer in einem (zugegeben, etwas gestylten) Auto, welches halt nur einen sehr lauten Motor hat. Ja ist es denn wahr? Kein Qualm, kein Burnout, keine Mädels, nichts wenigsten ansatzweise bisschen Wildes!?!?!

Ok, spätestens beim Futter fassen wurde mir dann klar, hier würde der Biostand mit Hirseschnitzel und Tofuwurst auch nicht auffallen. Alles was das wilde Image von Bikern ausmacht wurde hier softweich gewaschen und streichzart gebügelt. Was eine Enttäuschung!

Naja, dann kann ich mich auch mit einer elektromotorisch betriebenen Gehhilfe durch die Gänge fortbewegen, is' jetzt ja eh schon alles egal.

Aber zugegeben, letzteres hat dann doch riesig Spass gemacht. Und neidische Blicke folgten mir, als führe ich auf der Shine samt Begleitung durch die Freiburger Messehallen. Das war lecker; also immer wieder gerne. Wir sehen uns dann nächstes Jahr wieder, auf zwei Reifen, so oder so! ;-)

 

20.10.2004

Trip to France

It was an amazing day!
Very special greetings to Australia and England!

 

6Segway fahren in Freiburg.10.2004

Segway in Freiburg

Segway fahren macht einfach glücklich.
Und das ist kein Trick: guckst Du Bild ----->

Also das ist so: Segway, das sind zwei Reifen und da stehst Du dann drauf und fährst.
Sonst nichts.
Und das macht nicht nur glücklich sondern total stoned.

Gelenkt wird mit einem kleinen Drehrad auf der linken Griffseite (nicht mit dem ganzen Lenker, Grüße zu VI ;-))) und vor oder zurück geht nur über Gewichtsverlagerung, also vorbeugen und zurücklehnen. Das Teil balanciert sich selbst aus, man kann einfach nicht hinfallen (zumindest nicht nach den ersten 5 Minuten üben und vor den letzten 10 Sekunden, bevor der Strom ausgeht!).

Ansonsten ist dieses Gefährt sehr kommunikationsförderlich,
egal wo man wem begegnet.

So, und nun drehe ich noch eine Runde, denn das da --->
steht nämlich genau neben mir (also Segway, nicht meine Kollegin ;-).

.... ne wat macht das Laune!!!!!

 

20.09.2004

Der beste Koch der Welt

Wenn sich 20 Männer in und um eine Schwarzwaldhütte herumtreiben, macht das Hunger ohne Ende, aber nicht zu knapp. Da will Mann an sich dann auch was anständiges zwischen die Kiemen haben und das muss beileibe nicht immer eine halbe Sau sein, auch wenn böse Zungen solche Gerüchte noch hartnäckig aufrechterhalten.

Nun sagt man ja ebenso dem gemeinen Engländer an sich nicht unbedingt nach, kulinarisch den guten Geschmack erfunden zu haben. - Aber weit gefehlt!

So will ich an dieser Stelle den "weltbesten und absolut coolsten Hüttenkoch der Welt" vorstellen. - Yash Daniels, seines Zeichens Brite, kann kochen, aber Hallo ... und wie! Da werden die vorbeiziehenden Schwarzwaldelcheherden auch schon mal mit dem Duft von Zitronengras irritiert, findet man Nelken und Coconussscremesossen auf seinem Teller und werden Nachtische gezaubert, so dass jeder Diätplan spontan vergessen wird.

"Und wurden dann auch alle gestandenen Mannsbilder satt", mag sich vielleicht die geneigte Leserin und kochende Hausfrau fragen?  - Aber sicher! Es hat immer gereicht, es war immer genug und immer lecker!

Ab und zu klingt dann ein Blues aus der Küche (alternativ bei gutem Wetter von draußen rein), aber das ist nur die kreative Pause, bevor das legendäre Mitternachtsmahl zubereitet wird. Mein Favorit waren dabei übrigens (unter anderem) die zarten Lachsschnittchen, mmmmmmh.

Yash's Kochkünste sind buchbar! Natürlich nur für coole Gruppen, ist doch klar ;-)) Hier die e-Mail und Telefonkontakt.

Yash Daniels Mail: yash_daniels@hotmail.com und Fon: 08093 905875.

So und nun muss ich wieder selbst kochen, ... nicht dass ich das nicht kann und gerne tue (ok, manchmal scheiterte ich dann schon mal mit dem Nachkochen), aber es ist einfach nicht das Gleiche.

Guten Appetit!

 

12.09.2004

Rieselfeldmeile 2004

Und schon ist sie wieder vorbei, die Rieselfeldmeile. Und wie war's?

Georg Supp und Wolfgang Schoch
professionell

Werbung für dem Marathon in Freiburg
zukunftsorientiert

Eine der besten Läuferinnen aller Zeiten
lustig

Eine zukünftige Läuferin
spannend

organic Ying Yang
vereinend

Die Band Los Soneros del Barrio
unterhaltsam

die jugendlichen Läufer
aufregend

eine aktive Zuschauerin
schön


sexy

Spass ohne Ende!
crazy

in der Zieleinlaufzone
bunt

Zeitmessung in den Zielkanälen
richtungsweisend

ein langjähriger und erfahrener Helfer
erfahren

zwei junge Helferinnen
unvergesslich

eine erschöpfte Helferin
überwältigend
 

13.07.2004

Hühnereigroße Hagelkörner?

8.7.2004 [kurz vor 5 Uhr morgens]: Die Strasse in Merzhausen Richtung Vauban (wo gerade die neue StraBa-Linie gebaut wird)Es gibt Zeiten, da wird dann doch gerne mal übertrieben. Also in und um Freiburg herum war letzte Woche Extremhagel, orkanartiger Sturm und hochwasserverdächtiger Platzregen, keine Frage. - Was hetzte ich nachts um 4:20 Uhr vom Bett zu allen Fenstern, um gewehrkugelverdächtige Hagelkörner vom glatten Durchschuss meiner doch recht großen Fensterscheiben mittels Rollladen zu hindern? Ein Film namens "Der Angriff des Killerhagels" hätte locker nebenbei gedreht werden können. Das war ein Lärm, ...ohrenbetäubend. Auf dem Balkon schwammen Eisfelder von Hagelkörnern, die ich auch sofort auf unmittelbare Cocktaileisverwendung untersuchte. Händeweise konnte man Hagelkörner abschöpfen. Und eben genau dabei untersuchte ich die Größe. Ein bis zwei cm Durchmesser, das ist es dann aber auch schon gewesen. Fingerkuppengroß geisterte als Begriff durch die Medienlandschaft, was man so stehen lassen kann, auch wenn das irgendwie ja wirklich ein extrem blödes Wort ist. Aber Hühnereigroße Hagelkörner gab es hier im Breisgau definitiv nicht! Sicher vielleicht woanders (ich sah TV-Bilder), aber nicht in und um Freiburg herum. - Ok, Tiefgarage waren überflutet (müffelt immer noch), die Strassen, u.a. auch jene, welche man auf diesem Bild sieht und genau eben welche ich exakt 5 Stunden zuvor trockenen Fußes befuhr (weil trocken und nicht nass und ich vom Grillen im Freien (!) heimfuhr) waren teils landunter, aber: all das geht auch ohne Hühnereier.

Das Wetter an sich ist eh gerade wieder Thema. Alles motzt. Klar ich auch, aber ich war dafür ja auch letztes Jahr höchst zufrieden. Da gab es nämlich auch keine Hühnereigroßen Hagelkörner!

 

19.06.2004

Lallohol in the house

  vorher  
 

 
  nachher  


 

Zit.: " Isch 'abe noch nie ... sooo schlechte Cogtails jedrungen! Aber das [...bäuerchen...] lag wohl daran, dass isch alle Cogtails selba mixen muschte."

 

14.06.2004

geboren am 14. Juni

1529 - Ferdinand II. von Österreich-Tirol, Adliger
1592 - Fedossuja, Prinzessin von Russland
1671 - Tomaso Albinoni, Komponist und Geiger
1736 - Charles Augustin de Coulomb, Physiker
1774 - David Low Dodge, Pazifist
1811 - Harriet Beecher Stowe, Autorin
1832 - Nikolaus Otto, Maschinenbauer
1849 - Freiherr Hugo von Habermann, Maler
1854 - Nell Kimball Prostituierte und Autorin
1854 - Georg Domizlaff, Oberpostmeister
1864 - Alois Alzheimer, Arzt
1868 - Karl Landsteiner, Bakteriologe
1872 - Irene Abendroth, Kammersängerin
1875 - Clemens von Franckenstein, Komponist
1892 - Ernst Penzoldt, Schriftsteller
1899 - Kawabata Yasunari, Literaturnobelpreisträger
1904 - Margaret Bourke-White, Fotografin
1909 - Burl Ives, Sänger und Schauspieler
1910 - Rudolf Kempe, Dirigent
1923 - Judith Kerr, Malerin und Autorin
1924 - Sir James Black, Pharmakologe
1924 - Ephraim Kishon, Autor
1926 - Hermann Kant, Schriftsteller
1928 - Ché Guevara, Revolutionär
1936 - Renaldo Benson, Sänger von Four Tops
1937 - Hans-Ulrich Klose, Politiker
1939 - Manuel Vázquez Montalbán, Schriftsteller
1941 - Julie Felix, Sängerin
1943 - Muff Winwood, Gitarrist und Produzent
1945 - Juliane Bartel, Moderatorin
1946 - Donald John Trump, Unternehmer
1949 - Alan White, Schlagzeuger von Yes
1949 - Harry Turtledove, Schriftsteller
1952 - Jimmy Lea, Bassist von Slade
1954 - Will Patton, Schauspieler
1956 - Gianna Nannini, Sängerin
1957 - Maxwell Fraser / Maxi Jazz, Faithless
1958 - Brian Davis Willis, Schlagzeuger
1958 - Nick Van Eede, Sänger von Cutting Crew
1960 - Gary Husband, Schlagzeuger von Level 42

1961 - Boy George, Sänger von Culture Club
1963 - Chris deGarmo, Gitarrist von Queensryche
1968 - Yasmine Bleeth, Schauspielerin
1969 - Steffi Graf, Tennisspielerin
1971 - Dave Grave, Sänger von H-Blockx
1971 - Matthias Matz, Schauspieler
1972 - Matthias Ettrich, Initiator von KDE
1976 - Andreas Widhölzl, Skispringer
1977 - Haiducii, Sängerin
1983 - Anna Lührmann, jüngstes MDB
1984 - Siobhan Donaghy, Ex-Mitglied Sugababes

 

02.06.2004

Drachen™©®

Wenn 8 Drachen
Nachtwache machen,
lachen 8 Drachen
beim Nachtwache machen.

ja, heute selbst erfunden ;-)

 

 

28.05.2004

Die Maschine auf der Serpentine

Neulich fuhr ich mit meiner Maschine
über eine steile Serpentine.
Das war alles andere als Routine,
ich saß wie auf der Latrine
auf meiner silb'ren Maschine.

Plötzlich sah ich 'ne Apfelsine,
die ging über die Bahndammschiene.
Da stoppte der Schaffner die Dampfmaschine
und lies die Apfelsine
zusammen mit der Mandarine
und ihrer Schwester der Nektarine,
über die Bahndammschiene,
denn sie hatte wichtige Termine.

Am Waldesrand flog eine Biene,
in gekonnter Routine,
neben der Serpentine
mit einer Aussicht, fast ne alpine.

In 'ner Pause schlürfte ich ne Terrine,
plus 'ner Stulle mit Margarine
Ich holte mir 'nen Salat aus der Vitrine.
Die Kassierern, die totale Trine,
kassierte aber ne Ovomaltine
und ich schimpfte: "Ey, bediene,
doch besser die Kehrmaschine".

Ich kam mir vor wie bei der Marine,
da gab's auch nur Brot mit Margarine.
Drum verlies ich die Kantine
Und bestieg wieder meine Maschine
Fuhr zurück auf die Serpentine
in die rote Sonne, eine Farbe wie Rubine.

Plötzlich sah ich eine Limousine
Ach was, ganz viele, wie ne Lawine
rollten sie entlang auf der Serpentine.
Ein Fahrer hatte ne versteinerte Miene
seine Frau, die Wilhelmine,
saß neben dran wie die Sardine.
Und die Blechlawine
lärmte wie ne Bohrmaschine
in 'ner Schwarzwälder Silbermine.

rechts oben weiterlesen...

Ich zog an meiner Maschine,
ein Sound wie eine edle Violine,
strapazierte die Hauptplatine
und sauste ab, wie ne Turbine.
Am Fenster hinter der Gardine
staunte eine nette Blondine
wow, was ne kesse Biene.
Sie sah aus, wie eine Josephine
Doch der Bauer rief sie Christine.
Hoffentlich nur seine Cousine,
aber schöner als jede Konkubine.

Ich schluckte noch ein paar Toxine
auf der Fahrt mit meiner Maschine.
Später brauche ich Vitamine,
natürlich auch ein paar Proteine
am besten kristalline,
das habe ich gelesen, in einem dieser Magazine.
Da stand auch, ich las gerade die Termine,
sie habe wohl verloren, die Gesine,
es reichte nicht in der Bundeswahlkabine.
Sonst hätten wir als Präsidentin 'ne Blondine,
doch Gesine, ertrug's mit lachender Miene.
Sie hatte es einfach schwer so wie Schlupfine
die verlöre auch in der Wahlkabine.

Ich fuhr weiter wie ne Lok auf Schiene,
vorbei an einer idyllischen Burgruine.
Im nächsten Ort gab's massenhaft Kamine
liegt wohl an der Schwefelmine.
Ich sah Häuser mit Baldachine,
kam mir vor wie der Beduine
gab zarte Sporen meiner Maschine,
die ging ab wie ne Guillotine
und mich durchschossen Endomorphine.

Zuhause guckte ich dann 'nen Film über Pinguine,
in der Küche röchelte die Kaffeemaschine,
aß Tunfisch, "gefangen ohne Delphine"
und zum Nachtisch gab's ne kleine Rosine.

Prädikat: besonders Münchhausen
Axel de Bergerac ;-)

 

15.05.2004

ein Jahr Weblogs

Da feiert man 10 Jahre Weblogs und was mache ich an diesem schönen, sonnigen Samstagmorgen? Rasen mähen! Auf dem Land! Ich! Mindestens 500ha, also so ungefähr das halbe Elztal. Und das auch noch frühmorgens um halb elf mit einem benzinbetriebenem Rasenmäher. Brutal laut, so ein Teil! Freunde habe ich mir damit sicher nicht gemacht, aber dafür wird ja auch die Rache der Hausmeister wieder grausam ausfallen. Aber es hat Spass gemacht. Ich traue es mich ja kaum laut zuzugeben: es hat sogar total Spass gemacht. Sonnenschein, im Freien arbeiten, gut und lecker essen, wow, geht's mir gut!

Naja, 100 Jahre Weblogs müssen aber auch gefeiert werden, ist doch klar. Es ist so viel passiert in diesem Jahr. Ich traf und treffe tolle Menschen, erlebe tolle, spannende, atemberaubende, traurige, schöne, aufregende Sachen und ... ach, das Leben ist einfach schön! Naja, und 1000 Jahre Weblogs muss man einfach feiern. Am besten mit einer tollen Frau und.... oh, jetzt geht leider mein Farbband zu Ende, echt total schade, würde ja gerne noch schreiben, denn es war so schön und....ne, jetzt leer, das Farbband, schade; ...und das ausgerechnet an der 10.000 Jahrfeier meiner Weblogs....

 Sonnenuntergang in Freiburg-Gundelfingen

30.04.2004

Best of Kräutertee

Mittlerweile bin ich auf diesem Gebiet sehr erfahren. Wenn Du Dich quälst zwischen Bett und Coach, schwankst zwischen Klo und Küche und würgen musst zwischen "Big Brother" und "Häuslebauer am Mittag", dann will man sehr schnell wieder gesund werden. Und es gibt tatsächlich Möglichkeiten jenseits von Genmanipulation und Antibiotikum. Hier nun meine ganz persönlichen BEST OF:

Zum Beispiel Hustensaft: eine Zwiebel klein schneiden und in ein Glas mit 2 Esslöffel Honig geben. Da entsteht nach einer Stunde ein Saft, der schmeckt nicht nur wie Hustensaft aus den 70er Jahren, der wirkt auch so.

Wer antibiotisch (und Anti-Besuch) arbeiten will, sollte Knoblauchzehen kauen, einfach so. Dass brennt nicht nur jedes Kratzen im Hals weg, sondern wirkt tatsächlich antibiotisch. Ok, die Apothekerin, das einzige menschliche Wesen, welches man dieser Tage überhaupt zu Gesicht bekommt, lässt sich nichts anmerken, doch andere Menschen zeigen weniger Resistenz gegen den sich körperlichsafttechnisch ausbreitenden Geruch.

Yngwer und Anis sollte bei Husten & Co sowieso zur Standardausrüstung gehören. Das Ganze klein schneiden und mindestens 8 Minuten kochen und als Tee trinken. Zugegeben, ich kam mir in den letzten Wochen teilweise wie ein Yngwerstäbchen vor, aber es wirkt und es wird einem dann auch mal wieder richtig warm.

Abenteuerlicher sind da eher Quark- und Senfwickel. 500g Quark erwärmen und in einem Tuch um den Hals legen, das muss gelernt sein. Fühlt sich aber granatenmäßig gut an und wirkt. Aber der Fachmann warnt: lieber 2 oder 3 Tücher mehr und zuviel um den Hals darum gewickelt, als zu wenig. Trocknender Quark hat die Eigenschaft, sich zu verbröseln, und dann aber wirklich überall hin. Das kann man so hinnehmen und Ameisen Erntedankfest feiern lassen oder man behilft sich eben mit der dreifachen Menge Handtücher um den Hals, so dass kein Krümelchen entweichen kann, bevor man in der Badewanne steht (hat sich als Quarkwickelentblätterungsstandort bisher am besten bewährt).

Spannend sind auch russische Heilrezepte, wobei sich das "spannend" nur auf das Lesen selbst bezieht. 90% aller russischen Rezepte beinhalten Wodka. Da drängt sich die Frage auf, ob allein das hackedicht sein schon Linderung verspricht. Ebenso hatte ich Schwierigkeiten bei der Beschaffung von häufig verwendeten Grundzutaten. Insbesondere beim Bärenspeck musste ich passen. Der gehört tatsächlich in viele Heilrezepte hinein. Und an dieser Stelle musste auch meine Apothekerin kapitulieren - oder lag dies dann doch an meinem Knoblauchkonsum?

Abschließend kann ich noch türkische Chilipaste empfehlen. Das wirkt antibakteriell, antikopfschmerziell und antigustisch. Das Zeug ist ja sowas von brutal scharf, der Gedanke an operative Mündhöhlenentfernung kurz nach der Einnahme ist gar nicht so abwägig. Da ist man nach ca. 20 Minuten (wenn der brennende Schmerz ganz langsam nachlässt) wieder richtig froh, dass man doch nur krank ist.
 

31.03.2004

T-Learning

Ich lerne jetzt nicht nur online sondern auch on-Klo. Wie das kommt? Also wir haben da jetzt in der Firma ein sehr edles; nein, kein digitales Interface, sondern ein neues Klopapier; mehrlagig, bunt und mit Sprüchen drauf. Da hat man immer was zu lesen.

Heute begegnete mir diese hessische Weisheit:

guckst Du hier (Original-Scan!)      ----------->

So lerne ich nun sogar auf der Toilette. Man nennt das T-Learning [ist wohl so eine neudeutsche Abkürzung für "auf der Toiletten lernen". Tja, jetzt bleibt man immer am Ball, immer informiert, immer up to date (bei frau weiß ich nicht, was dort auf der Toilette hängt).

Zugegeben, man könnten den Content auch mehr IT businesslike gestalten. Aber das hat beschäftigungspsychologisch sicher auch einen tieferen Sinn: global denken, lokal handeln....... oder habe ich da was missverstanden.... jetzt bin ich gänzlich verwirrt. "SCHULZ! Setzen, 6!" Oh je, das riecht nach Nachsitzen, shit!

 

25.03.2004

mein erster Fanartikel

Letzte Woche habe ich meinen allerersten Fanartikel käuflich erworben. Sowas habe ich zuvor noch nie gemacht! Naja, aber auch das ist bestimmt heilbar.

Und sonst? Geile Show! Ort: Vorderhaus, Vortragender: Mario Barth, Thema: Männer sind Schweine, Frauen aber auch. Noch Fragen? Siehste!

 

17.3.2004

männerfeindlich

ich war gestern mal wieder im Einkaufsparadies für Teenager. Diese Kaufhauskette mit dem "&" im Namen zieht weibliche Teenies an wie die Mücken und ist schlicht und ergreifend männerfeindlich. Das muss einfach mal so gesagt werden. Der gemeine Mann an sich kauft ja eher ungern Klamotten ein. Nicht umsonst ist soxinabox.de der Vorzeige-Newcomerstar am IT-Bussinessmarkt und einer der bekanntesten Bekleidungsausstatter in Freiburg zeigt dies ja auch sehr eindrucksvoll mit der Größe seiner beiden Gebäude: für Damen ein riesengroßes Haus mit min. 386 Etagen, für Männer eher so was nebenbei Angemietetes mit gerade einmal drei umkleidekabinengroßen Etagen mit männlichen Bekleidungsbasics.

So betrat ich (... also ich jetzt so als Mann...) eher schüchtern das pubertäre Einkaufsparadies. Wenn es dann auch noch um besondere Wäsche geht, da will sich Mann an sich ja auch nicht gerne in die Karten schauen lassen oder genauer, es ist uns eher unangenehm dabei "beobachtet" zu werden. Aber eben just in diesem Laden, der vom Ambiente her komplett auf 14 jährige Kosmetikberaterinnen ausgelegt ist, gibt es eben genau diese Wäsche in der Variante gut, brauchbar und günstig. Nun könnte man erwarten, dass Mann wie gewohnt im hinteren Eck in der kleinen Nische für Männer (Herrenabteilung wäre für dieses Eckchen noch geschmeichelt) fündig wird. So bin ich es gewohnt, so will ich es wieder haben. Der Mann ist Gewohnheitstier, gerade und besonders beim käuflichen Erwerb von halbwegs tragbaren Textilbekleidungsstücken. Ja, ich gebe zu, gäbe es dieses Produkt im online-Abo.... ok, aber lassen wir das.

So irrte ich umher und stieß leider auch überall an (kleine Teenagerhintern können durch die Reihen sicher locker durchwackeln, Männer neigen in solchen engen Verkaufsgängen dann schon mal dazu, den ein oder anderen Bügel samt Auslage unbeabsichtigt mitzunehmen). Aber ich fand mein Wunschprodukt nirgends. Trotz systematischer Jagd blieb ich wäschelos. Als ich schon aufgeben wollte und mich seelisch und moralisch auf die Produktionseinstellung dieses Wäschestücks vorbereiten wollte, erspähte ich dann doch einen kleinen Wühltisch: DIREKT (!) neben, ach was sag ich denn, IN der Schlange an der Kasse. Ja, geht es denn noch demütigender?? Kann man eine zarte Männerseele in so heiklen Missionen noch mehr dem allgemeinen Spot ausliefern? Ich fasste mir ein Herz und ging auf die Schlange zu. "Entschuldigung Sie, äh, hallo Entschuldigung... äh darf ich da mal..., ich will nur da, äh, hin..." und deutete (sicher schon mit beginnender Schamesröte im Gesicht) auf den Wühltischhaufen mit den im Dreierpack gebündelten Unterhosen. Ja, das war ein sehr, sehr unangenehmer Moment!

So stand ich mitten unter Teenagern und teilweise deren begleitenden (und zahlenden) Müttern direkt an der Kasse und versuchte so unauffällig und so gelassen wie irgend möglich mir meine Wunschkombination an Dreierpackunterhosen herauszusuchen. Und sie schauten aaaallle zu, zwar getarnt als gelangweiltes, mit den Augen umherschweifendes nur mal so im Laden Rumgucken, aber in Wirklichkeit haben alle ganz genau beobachtet, was der alte Mann da am Unterhosenwühltisch macht. Gäbe es einen kleinen Knopf, der unter mir den Boden aufgehen und mich verschwinden ließe, ich hätte ihn gedrückt! Ne, ist das demütigend vor lauter bauchnarbelfreien Piercingopfern meine Unterwäsche aussuchen zu müssen.

Als ich wieder draußen war, nicht ohne beim Bezahlen mit EC Karte sogar meinen Ausweis zeigen zu müssen (Klauen Teenager jetzt sogar Kreditkarten um im X&X einzukaufen? Und sehe ich vielleicht wie ein Teenager aus?), hatte ich wenigsten einen kleinen Trost für mich parat, den ich fast lauthals durch den Laden und draußen am liebsten zu allen Männern gerufen hätte: Ich kaufe meine Unterwäsche wenigstens selbst!!!

 

15.3.2004

Frühlingserwachen

Endlich Frühling! Die Sonne scheint, es wird wärmer, die Vöglein zwitschern, die Knospen sprießen, die Röcke werden kürzer (ne stimmt gar nicht, habe noch keinen gesehen), die Abende werden länger,... ach ne ist das schön. Und da denkt man sich doch, raus aus dem Café, rein in die Natur. Ok, zugegeben, der Seepark ist jetzt nicht gerade Natur par excellence, aber er ist dann eben doch der nächste Grünflecken in der Nähe des Paradies. Also Kaffee zahlen und los. Doch bereits der Parkplatz vor dem landesgartenschauhinterlassenen Naherholungsgebiet lässt einen Übles ahnen. Nicht nur dass LÖ-benummernschilderte Kleinwagen an einem Sonntagnachmittag den zugegebenermaßen eng bemessenen Parkraum eher diagonal und auf dem Strich belegen, nein auch bereits die Fülle an verchromtem Blech ließ auf regen Verkehr auf allen noch so verschlungenen Sonntagsspaziergängerhigways im Seepark schließen. So waren wir dann auch fast (!) sprachlos und umrundeten tapfer die wegen Überfüllung vermutlich bald mit Türsteher ausgestattete Minigolfanlage (Du kommscht hier net rein), wo tennisbesockte Slipperträger ihren minderjährigen Plagegeistern das ruheversprechende Eis am Stil spendierten (ruhig waren sie trotzdem nicht, ist doch klar!).

Am See angekommen verging uns die Lust auf Flanieren dann wirklich gänzlich. Das Lago komplett dicht (selbst in der Herrentoilette, wie ich anmerken möchte), der Außenbereich total belegt und sogar die Extrabude mit ihren Bierbänken oberhalb der Seebühne war gerappelt voll. Es wehte ein Duft zwischen Pommes und Zuckerwatte herüber (ok, es war dann doch Crêpe) und die sich in Rudeln organisierenden Rentnerbrigaden blockierten mit exakt austarierten Geschwindigkeitslimits selbst die allerbreitesten Spazierwege.

Wir überlegten uns dann noch, ob wir uns irgendwie daneben benehmen könnten, so dass alle die Flucht ergreifen und uns das botanische Kleinod in Frieden überlassen würden. Aber angesichts dieser dumpfen Massen gaben wir uns eher kleinlaut geschlagen.

Ich fand es aber trotzdem einen sehr schönen Frühlingstag und kann nur sagen: super Frühling, herzlich willkommen. Und nächstes Mal werden wir einfach woanders die ersten wärmenden Sonnenstrahlen in Ruhe genießen.

 

6.3.2004

Muskelkater deluxe

Es gibt Muskel, die gibt es einfach gar nicht, das ist echt der Hammer. Da trainierst Du mal im Fitnesscenter an einer neuen Maschine eine gar nicht so schwere Bewegung und schon hast Du zack bumm brutalo Muskelkater. Ok, fachfrauisch beraten lassen, Magnesium ohne Ende eingeworfen und und ein paar Tage später konnte ich wieder laufen. Das war ein tolles Gefühl, denn wenn man wie Opa vom Sofa zum Klo humpelt und sich vorher 10 mal überlegt ob man es nicht doch noch aushält, weil die Waden beim Laufen brennen wie Feuer (oder besser gesagt: sowas von steinhart sind und keine Bewegung zulassen), da macht man sich dann schon mal den einen oder anderen Gedanken über das Alter.

So ging ich (Muskelkater soeben ausgeheilt, wenn man das so sagen darf) dann vor zwei Tagen zum ersten mal ins Kampfkunst-Sportcenter (man möge mir die richtige Bezeichnung verzeihen, ich bin noch totaler Anfänger auf diesem Gebiet, sprachlich wie bewegungstechnisch). Es stand Jiu-Jitsu auf dem Plan und ich habe tapfer mitgemacht. Dass mich die Trainerin, ihreszeichen Trägerin des 3. Dans, mit nur winzigkleinen Handgriffen spielend leicht auf die Matte warf, war für mich kein Problem. Genau das gleiche dann nachzumachen stellte mich viel mehr vor Schwierigkeiten. Aber der totale Hammer kam sowieso erst einen Tag später: Muskelkater deluxe hoch vier. Dabei war es eigentlich doch gar nicht so anstrengen (abgesehen von den "Boxübungen", uuuuh, das hat gebrannt). So sitze ich nun da und frage mich, warum muss man eigentlich rund um den Hals überhaupt Muskeln haben? Jede halbwegs wagrechte Position meines Hauptes hat eine schmerzverzerrtes "Uuuaaaaah" zur Folge. Von der oberen Schulter- und Brustpartie will ich ja erst gar nicht mal anfangen.

Naja, aber ich habe ja noch die Magnesium-Familienpackung. Die ziehe ich mir jetzt auf Ex rein und dann bin ich am Montagabend wieder fit für Jiu-Jitsu, Kenjutsu, Aikijutsu, Kobudo, Goshinryu Kempo, Karate und vieles mehr (kein Scherz: gibt es alles). Und ab Dienstag gibt es dann wieder eine neue Serie aus der beliebten Reihe: "uuups, da habe ich ja auch noch einen Muskel!"

 

1.3.2004

Sonnenschnee

Im Märzen der Bauer die ... . Na, nix ist. Es ist März und es ist kalt und dann schneit es mal wieder und dann mal kurz Sonne oder beides gleichzeitig. Ne, das macht so doch keinen Spass mehr. Winter ist jetzt vorbei, Schluss, Aus, Ende.

Sonnenschnee :: Schnee und Sonne im Breisgau

Ok, sowas sieht dann ganz nett aus (keine Montage oder Grafikfilter, alles echt und live: Sonne und Schnee!!!), aber ich will wieder die drei großen B's: Biergarten, Boule und Baggersee. Los März, zeig was Du kannst!!!

 

25.2.2004

endlich Aschermittwoch

Ich hasse Fasching. Alaaf, Helau und sonstige karnevalistischen Brunftschreie sind mir ein Graus. Da wird geschunkelt bis das Dekoltee verrutscht, geschminkt bis die Akne Erntedankfest feiert und gesoffen bis der Nachbar einem über die Strasse helfen muss. Ach wat is dat nit alles luschtig. Ne, ehrlich...., geh' fort!

Zugegeben, dieses Jahr erfuhr ich, dass hier und da auch ein paar Freundinnen und Freunde von mir in den närrischen Frohsinn einstimmten und mitfeierten. Zuerst fehlte mir komplett der Glauben. Aber es war wirklich wahr. Ok, sind immer noch meine Freunde, aber Karneval finde ich trotzdem scheisse. Diese verklemmte Ausgelassenheit hat was von großraumbüromäßiger Geburtstagsfeier für Fräulein Schmidt aus der Buchhaltung. Da darf man dann mal auf den Putz hauen, da fallen dann so supergrausame Sprüche wie: "Spass muss sein!" oder "heute lasse wir mal ne neune gerade sein." - Oh, ... Hard Days.

Ich saß am Rosenmontag in der bereits beschriebenen Stammkneipe. Kein einziger Jecke war da und ein Narhalla-Marsch wurde hier auch nicht geblasen, das war sehr wichtig. Aber irgendwie war auch sonst kaum jemand da, weder an meinem Tisch, noch so allgemein kneipentechnisch betrachtet. Ich erfuhr dann tags drauf, dass da doch einige zum Rosenmontagsumzug gegangen und dann in einer anderen Kneipe komplett versumpft sind.

Ja, es gibt Tage, da könnte man den Glauben wirklich verlieren. Aber ich bin tapfer und außerdem ist heute Aschermittwoch, ... endlich!

 

16.2.2004

Stammkneipe

Dass ich mal sowas haben werde, hätte ich nie gedacht, eine Stammkneipe. Sowas verband ich immer mit älteren Herren, dem obligatorischen, gusseisernen Schild "Stammtisch" und sehr gewöhnungsbedürftigen Begrüßungsritualen. Und nun sitzt ich auch am Stammtisch, MAHLZEIT, klopf, klopf!

Aber stopp! Da gibt es dann doch ein paar kleine, aber feine Unterschiede. Zum einen sind alle Anwesenden jung und knackig. Außerdem geschlechtlich, kulturell und national bunt gemischt. Den Wirt kenne ich auch nicht mit Vornamen, obwohl das vermutlich der erste Namen sein wird, denn er mir nennt, falls ich ihn danach fragen werde. Und an den Tisch wird ja schon mal garnichts gebracht. Alles muss man sich selbst an der Theke holen und auf die Gläser Pfand zahlen. Und der Tisch, falls man Nieren-, Sofa- und Coachtische als Tisch durchgehen lässt, ist auch nicht immer der gleiche. Kulinarisch ist ein heißes Würstchen mit Brot das Highlight, aber ich habe noch nie irgendjemand dort was essen gesehen. Es ist verraucht und laut, das einzige Dekoelement an den Wänden ist eine blaue Lichtschlauchkette, die da aber auch eher wie von der letzten Party vergessen, gelangweilt rumhängt.

Ja und heute gehe ich da wieder hin, in meine Stammkneipe. Ich freu mich, die Leute zu sehen, abzuhängen, relaxen und einfach mich treiben zu lassen. Und das Pfand werde ich auch diesmal wieder vergessen und nicht holen, aber das ist dann eigentlich auch total egal.

 

9.2.2004

new in town

Das hier ist Werbung. Also einfach nicht weiterlesen. [hier klicken und Werbung überspringen!]

Ich werbe hier nämlich mal für New in Town. Das ist einfach ein lecker Dienstchen im Internet. Ich habe schon einige tolle Menschen bei New in Town kennen gelernt (und wenn jetzt jemand freudig grinst,....... freut mich! :-). Online besonderen Leuten zu begegnen, das will schon was heißen. Vielleicht hatte ich aber bisher ausgerechnet bei diesem Online-Dienst einfach nur Glück. Alle (eine Ausnahme bestätigt bekanntlich die Regel) Menschen, die ich darüber IRL (d.h. im wirklichen, nicht digitalen Leben ;-) getroffen habe, sind Menschen, die ich dann immer wieder sah (just say friends) und mit denen ich u.a. auch ein paar Anekdoten dieser Weblogs erlebt habe. Und wenn das jetzt jemand in Australien liest, dann: "wann kriege ich die ersten Bilder zu sehen?"

Also: anklicken, anmelden und Abenteuer erleben :-)

 

15.1.2004

auf einer Recyclingkaufhaustüte: "Bedingungslose Liebe

Ich liebe Dich wie Du bist; während Du auf der Suche bist nach Deiner eigenen besonderen Art, mit der Welt um Dich herum in Beziehung zu treten. Ich ehre Deine Entscheidungen, auf welche Weise Du Deine Lektionen lernen möchtest.

Ich weiß, dass es wichtig ist, dass Du genau der Mensch bist, der Du sein möchtest, und nicht der, den ich oder andere erwarten.

Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für Dich das Beste ist, obwohl ich vielleicht manchmal meine, es zu wissen. Ich war nicht dort, wo Du warst, und ich habe das Leben nicht aus Deinem Blickwinkel gesehen.

Ich weiß nicht, welche Lernaufgabe Du Dir ausgesucht hast, noch wie oder mit wem Du sie lösen möchtest, noch welche Zeitspanne Du Dir dafür vorgenommen hast. Ich habe nicht aus Deinen Augen geblickt, wie könnte ich also wissen, was Du benötigst.

Ich lasse Dich durch die Welt gehen, ohne Deine Handlungen in Gedanken oder Worten zu beurteilen. Die Dinge, die Du sagst oder tust, betrachte ich nicht als Irrtum oder Fehler. Von meinem Punkt aus sehe ich, dass es vielerlei Möglichkeiten gibt, die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren.

Ich akzeptiere rückhaltlos jede Deiner Entscheidungen in jedem beliebigen Augenblick. Ich fälle keinerlei Urteil, denn wenn ich Dir Denn Recht auf Deine Entwicklung abspräche, so würde ich damit dasselbe auch mir und allen anderen absprechen.

Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich, auf den ich vielleicht nicht meine Kraft und Energie lenken würde, werde ich doch niemals die Liebe verweigern, die Gott in mich gesenkt hat, damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke. Wie ich Dich liebe, so werde auch ich geliebt. Was ich säe, das werde ich ernten. Ich gestehe Dir das universale Recht auf freie Entscheidung zu, Deinen eigenen Pfad zu wandeln und voranzuschreiten oder eine Weile auszuruhen, je nach dem was für Dich gerade das Richtige ist.

Ich werde mir kein Urteil erlauben, ob diese Schritte groß oder klein sind, leicht oder schwer, aufwärts oder abwärts führen, denn das wäre nur meine eigene Sichtweise. Es könnte sein, dass ich Dich tatenlos sehe und dies für wertlos halte, und doch könnte es sein, dass Du großen Balsam in die Welt bringst wie Du so dastehst, gesegnet vom Lichte Gottes. Nicht immer kann ich das größere Bild der göttlichen Ordnung sehen.
Denn es ist das unveräußerbare Recht aller Lebensströme, ihre eigene Entwicklung selbst zu wählen, und ich anerkenne voll Liebe Dein Recht, Deine Zukunft selbst zu bestimmen. In Demut beuge ich mich der Erkenntnis, dass das, was ich für mich als das Beste empfinde, nicht bedeutet, dass es auch für Dich das Richtige sein muss.

Ich weiß, dass Du genauso geleitet wirst wie ich und dem inneren Drang folgst, der Dich Deinen Pfad erkennen lässt.

Ich weiß, dass die vielen Rassen, Religionen, Sitten, Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt uns großen Reichtum bescheren und uns aus solcher Vielheit großen Nutzen und viele Lehren ziehen lassen. Ich weiß, dass wir jeder auf einmalige Weise lernen, wie wir Liebe und Weisheit zu dem großen Ganzen zurückbringen können. Ich weiß, dass -- wenn etwas nur auf eine Art getan werden könnte - es hierzu nur eines Menschen bedürfte.

Ich will Dich nicht nur dann lieben, wenn Du Dich so verhältst, wie es meiner Vorstellung entspricht und wenn Du an die gleichen Dinge glaubst wie ich.

Ich begreife, dass Du in Wahrheit mein Bruder, meine Schwester bist, auch wenn Du an einem anderen Ort geboren wurdest und an einen anderen Gott glaubst als ich.

Die Liebe, dich ich fühle, gilt der ganzen Welt Gottes. Ich weiß, dass jedes lebende Ding ein Teil Gottes ist, und tief drinnen hege ich Liebe für jeden Menschen, jedes Tier, jeden Baum und jede Blume, für jeden Vogel, jeden Fluss und jeden Ozean und für alle Geschöpfe der Welt.

Ich verbringe mein Leben in liebendem Dienst und bin dabei das Beste Ich, das ich sein kann, und ich verstehe die Vollkommenheit göttlicher Wahrheit immer ein bisschen mehr und werde immer glücklicher in der Heiterkeit
bedingungsloser Liebe."

 

2.1.2004

2004

Böller sind doch was fantastisches! Sind einfach scheißlaut und teuer, lassen immer wieder tolle Witze hochkommen wie: "also ich habe Brot dabei!" und die (natürlich frierenden) Frauen um Dich herum bei jedem Krachen zusammenfahren und in Deine beschützende Arme sinken. Da kann man sich doch mal wieder richtig als Mann fühlen.

Es war ein schönes Sylvester. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich mich sehr lange auf einem Hausflur über die Liebe unterhalten habe. War richtig gut. Wie viel der vermutlich von unserer Dancefloor-Mucke gestörte Nachbar hinter der Wellenschliffmilchglasscheibe von unseren Erzählungen mitbekommen hat weiß ich nicht, aber die schattenhaft erkennbare Farbgebung seiner Kleidung ließ auf einen grellen Pyjama schließen. Vermutlich wurde er dann aber nur blass vor Neid, denn es waren schöne Geschichten, von denen wir erzählen.

Sylvester ist sehr symbolisch, nicht erst seit Harry und Sally. Meines war toll und bei meinem ersten Telefonat im neuen Jahr begegnete mir am Telefon ein Lachen, das so schön ist, dass ….. [leider verfügt die deutsche Sprache nicht über ein ausreichendes Vokabular, um alle positiven emotionalen Zustände hinreichend beschreiben zu können. Aus diesem Grund muss das Essay an dieser Stelle gekürzt werden].

Naja, machen wir es kurz: ich freue mich auf 2004 und liebe das Leben oder lebe die Liebe, so wie es eben kommen mag, wer weiß das schon ;-)

 

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