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27.12.2005 warum heißt es eigentlich, "zwischen den Jahren"?
Das eine Jahr ist ja noch dran, ... noch top-aktuell, ... voll am laufen! - Oder etwa nicht und schon vorbei ... habe ich da was verpasst? Warum "zwischen den Jahren" - ist da vielleicht sogar irgendein magischer Zwischenraum? Und ab wann geht "zwischen den Jahren" eigentlich los? Wenn man nach dem 2. Weihnachtsfeiertag pappsatt ist und noch voller Familienharmonie aus den Feiertagen rausfällt und noch nicht in das neue Jahr reinrutscht? Dann wären da eben halt noch eine Hand voll Tage, diese "zwischen den Jahren". Vermutlich sind es die Zwischentöne, die man bei Aussagen wie "zwischen den Jahren" ganz genau heraushören, also in's Neudeutsche übersetzen muss: "zwischen den Jahren" ---> translated Version: Es sind also mal wieder die Zwischentöne, worauf es ankommt, .... sagt "meine" Osteopathin auch immer..... oder waren es dort die Zwischenräume??? Booooooh ne jetzt echt, ........es wird Zeit für ein neues Jahr und frische Weblogs!!! Und wenn 2006 dann nur halb so gut wird wie dieses Jahr (also ich meine komplett 2005, inklusive der Zwischen-der-Jahre Zeit), dann freue ich mich jetzt (d.h. zwischen den Jahren) schon drauf :-)
23.12.2005 "Na, sind Sie schon bei Schritt 1000?" wurde ich gestern noch von einer mich überholenden und mir unbekannten Hundebesitzerin gefragt, als ich mal wieder einen neuen Langsamkeits-Weltrekord im Abschreiten von Waldwegen aufstellte [was übrigens weitaus lustvoller ist, als den Weltrekord im riding a rollercoaster naked aufzustellen]. Aber heute wurde dann alles getoppt und ich auf eine Harte Probe gestellt. Ich hörte Stimmen von hinten. Die sind gleich vorbei, glaubte ich. Aber sie klebten an mir. Und als sei die Entfernung in den Weg gemeißelt, veränderte sich die Stimmenlautstärke nicht. Ich wollte mich aber nicht umdrehen. Ich blieb cool, anfänglich zumindest. Sie kamen dann doch immer näher und noch in unglaublicher Nahdistanz .... wieso überholten die mich denn nicht einfach, ...........wer war das denn ..... Ich blieb tapfer und drehte mich nicht um. Die Stimmen waren auch schon eine Weile verstummt. Vielleicht waren die bewaffnet. - Und ich? - Ich hatte Salbeibonbons dabei, ..... Und plötzlich rasten auch schon mindestens 210 Jahre in
einem Affenzahn an mir vorbei! Unglaublich, ein Fahrtwind wie bei
Warpgeschwindigkeit. Und tatsächlich waren die Drei auch bewaffnet; ...
mit einer Gehhilfe. Ok, diesen Sieg gönne ich ihnen, aber morgen, HAAA..., morgen fordere ich Revanche! 17.12.2005 Eine Weisheit der Dakota - Indianer sagt:
13.12.2005
Wenn es noch dunkel ist und der Weg im Wald dennoch ziemlich hell, dann ist das ein untrügliches Zeichen für Vollmond oder Winteranfang. Der Mond ist aktuell fast am Ende des Abnehmens und somit muss also die Schneesaison begonnen haben. Ab halb Sieben presste ich behutsam Zeichen mit dem Format 48 in den Schnee. Wow, Erster, dachte ich. Ok, den Schlaflosen, der in letzter Zeit immer schon vor mir mit seinem Hund an der Kinderseilbahn auf dem Waldspielplatz rumgurkt, übersehe ich jetzt einfach mal (hätte der Hund nicht ein extrem phosphorisierendes Halsband um, wäre das auch immer ziemlich spuki). So zog ich meine Spuren in den wenigen, aber zumindest vorhandenen Schneeflecken. Als ich dann zuhause Kaffee machte, bemerkte ich plötzlich, wie es wild an mein Fenster kloppfte (ok, zart übertrieben). Da schneite es jetzt plötzlich richtig. Ist jetzt (8:55 Uhr) auch schon wieder vorbei, aber die Vergänglichkeit meiner ersten Fußspuren wurde mir da gleich bewusst. Schade eigentlich, habe so schöne erste Abdrücke gebastelt.... Naja, der Winter ist ja noch lang :-) Dieses Foto ist aber ein so genanntes Archivfoto, denn so viel Schnee lang dann doch wirklich nicht ;-) Ach, übrigens: Warum bricht der Winter eigentlich immer ein? Überall heißt es heute in der Presse wieder: Wintereinbruch. Warum gibt es keinen Winteranfang? Vom Sommereinbruch habe ich noch nie gehört. "FRANKFURT 18.6.2006: Sommereinbruch in ganz Deutschland. In Berlin fliegen bereits über hunderte Schwalben. Eine Anwohnerin: "ja, dieser Sommer kommt immer so überraschend. Plötzlich ist er da und man weiß gar nicht, was man dann tun soll."
21.11.2005 Heute war ich bereits um Sechsuhrachtundfünfzig in der Innenstadt. Da war es noch dunkel und ziemlich kalt. Und was geschah: mir kam ein Rudel Jogger auf der KaJo entgegen (für Nicht-Freiburger: das ist die Abkürzung für Kaiser Josephstrasse, die Hauptinnenstadteinkaufstrasse). Echte Jogger! Im Rudel! - Hat man da noch Worte? Joggen bei minus 300° Grad kurz vor sieben in der Innenstadt? Ne, da fehlt mir jede Silbe, und es verirrt sich nur noch ein fassungsloses "häää???" in meinen Gehirnwindungen. Aber kurz darauf wurde ich sowieso sehr schweigsam,
18.11.2005 "Das macht 3,- Euro!" Die zahlte ich auch brav und sah beim Rausgehen auf der Preislistentafel, dass von 16,50 Euro für 4 Stunden und 18,50 Euro für 6 Stunden eine Differenz von... äh Moment, war in Mathe total schlecht in der Schule, habe das Abi dort mit 4 Punkten abgeschlossen und meine Lehrerin verzweifelte in der Prüfung an mir mit den Worten "Axel, das kannst Du doch!". Dafür hat mich ein Freund anschließend mit Sekt vor der Prüfungstür* begrüßt.... äh... also sorry, das macht 2,-Euro. "Entschuldigung! Wieso 3,- Euro?" "Für jede angefangene halbe Stunde 1 Euro." "Wieso das? Ist das eine Strafgebühr?" "Ich werde Ihren Einwand gerne weitergeben." Exakt 164 Stunden (Nein, ich habe nach dem Abi keinen Mathenachhilfekurs mehr belegt!) später an der gleichen Stelle im Keidel-Bad: "Gibt es Ihre Strafgebühr noch?" "Ja, und daran wird sich auch leider längerfristig nichts ändern." - Aha! Nun muss ich also an einem Ort, der zur Entspannung einlädt, den ich aufsuche, um zur Ruhe und Gelassenheit zu kommen, immer auf die Uhr gucken und mich ja nicht zu sehr wohl fühlen und auf keinen Fall zu lange verweilen, sonst gibt es 'ne Strafgebühr. Da stimmt doch irgendwas nicht, ist das nicht ein Paradoxon ohne Gleichen? Der verschmitzte Marketingstratege wird einwenden wollen: Dann zahle halt gleich für 6 Stunden! Netter Einwand, nur wenn ich in Hektik komme und nicht weiß ob ich heute lange ruhe und verweile, soll ich mich dann nach 4 Stunden zwingen länger zu bleiben, weil ich ja nicht 4 sondern 6 Stunden gezahlt habe? - Man kann es drehen und wenden wie man will, diese Nachzahlungsgebühr ist eine Strafgebühr und macht selbst den regelmäßig kommenden Saunagast mürrisch. - Und wenn jetzt einer mit dem Vorschlag "Jahreskarte ThermalClubCard" kommt, dann wird er aber mit mindestens 200 Aufgüssen Zauberwald bestraft! Es gibt aber einen Silberstreif am Horizont des Bades: Einen neuen keidelianischen Mitarbeiter, der nicht nur gut ist sondern einfach super. Mit ihm macht es wieder richtig Spass, Aufgüsse zu erleben; und da sitze ich im Latschenkiefern-Dampf nicht alleine mit meiner Meinung :-) Und irgendwann einmal wird man im Keidel Bad einsehen, dass eine Strafgebühr keine schöne Sache ist für einen Ort der Ruhe und Entspannung. * Die Schule gibt es übrigens nicht mehr, komplett abgerissen und was anders hingebaut. Tja, alles ist werden und vergehen.
7.11.2005 Sonntagmorgen lasse ich den Tag auch gerne einmal ganz relaxed angehen. Mit Vorliebe sitze ich dann in einer lokalen Beiz und betätige mich sportlich, indem ich immer und immer wieder zum Frühstücksbuffet laufe. Da können sich schon Strecken summieren, ... ob es zum Halbmarathon reicht, kann ich aber nicht mit Gewissheit sagen. Mittlerweile gibt es auch ein reichliches Angebot, auf den Tellern wie auch an Auswahl an Kneipen, die diese Sonntagmorgendisziplin anbieten. Diesmal weilte ich in einer Lokalität mit eigenem See, auch wenn er von Mitbuffetläuferinnen als zu einbetoniert bemängelt wurde, ich finde, das Gewässer gibt dem Ganzen eine zusätzliche mediterrane Note. Und wenn dann im November (!) die Sonne mit 300° Grad im Schatten durch das Fenster knallt, dann ist das Glück doch perfekt. Tja, wäre da nicht, ja ...wäre da nicht ein stolzer Geschäftsführer, der die gepachteten Räumlichkeiten einer kleinen Interessentengruppe als Hochzeitsparadies schlechthin anpreisen würde. "Also da vorne stand auch schon mal die Band und die Hochzeitsgesellschaft kann dann hier oder..." Ja das ist aber spannend! "... genau, Tanzen können Sie dann dort oder ..." HALLO!?! Geht das auch woanders??? Hätte sich das Hochzeitsorganisationskomitee im Kreis um mich sitzenden Frühstücker (aktuell bei der Disziplin: Lachs an Sahnemeerrettich) herumgruppiert, sie könnten nicht näher stehen. Unmittelbar hinter mir sich aufbauend und über mich den Raum anschauend wurde gestikuliert ..."also dort dann..." und von langjährigen Erfahrungen geschwärmt ..."immer wieder beliebt ist bei uns auch...". ABFAHR'N.... WEITERGEHEN! Auf meine ganz subtile, fast aufstehende Ganzkörperumdrehen hin aufmerksam geworden, stellte sich der geschäftsführende Restaurantpächter 2m weiter weg, das Organisationskomitee aber nicht, so dass nun "fernmündlich" die Details der Feierlichkeiten debattiert wurde. - Ne echt..., da hole ich mir doch lieber noch ein Quark am Buffet. Irgendwann wurde das Buffet auch abgeräumt (bereits um 14.00 Uhr) was auch der Hochzeitsgesellschaft in Spe nicht entging, da es kommuniziert wurde:" Also das Frühstücksbuffet ist immer bis 14:00 Uhr, also bis jetzt..." wurde fachkundig bekannt gegeben und dann war aber auch Schluss mit der Angeberei. Mit dem Frühstucksbuffet aber eben leider auch.
3.11.2005 Es klingelte an der Haustür. Ich vernahm irgendetwas in der Sprechanlage, machte gleichzeitig aber sowieso auf, weil ich den Postmann erwartete. Erst sah ich große schwarze Schuhe (und wenn ich das sage.... genau!), dann die Glatze und schon wurde ein schwarzer Aktenkoffer abgestellt, ........und der Mann kam einfach auf mich zu. Nein, falsch, ... ein Riese, ein farbloser Hulk, ein Aladin aus der Wunderlampe. Nur fühlte ich mich nicht wie im Wunderland sondern ..."Shit, habe ich Schulden?" "Nein, quatsch, ich habe nie Schulden!" "Habe ich vielleicht mir unbekannte 'anonyme' Schulden!" "Blödsinn, sowas gibt es doch gar nicht!" "Habe ich jemanden beleidigt?" "Ach was, ...ich? Wenn den?" "Haben die Zeugen Jehovas neuerdings schlagkräftigere Mitglieder, Argumente?" - Es rotierte wie blöd in mir, selbst der Gedanke "schlag' schnell die Wohnungstür einfach zu" kam in mir panikartig hoch. In den wenigen Millisekunden spielte ich alles durch, warum ein Riese bei mir an der Tür klingelt und nun hier langsam aber gewaltig auf mich zu kommt. - Ja, ich bin selbst eigentlich ziemlich groß und alles andere als schmächtig. Aber was mir da entgegenkam..... ich mutierte zum Zwerg! - Ein Berg von Mann ... dieser Ausdruck war endlich mal keine Hyperbel sondern wahre Wirklichkeit und .... HIIIILLFFFEEEE - MAAAAAMMMMAAAAA "Kennen Sie Vorwerk?" ... Äh, was? 21...., 22....., kling.... Groschen gefallen.... äh, ein Staubsaugervertreter????? Ne oder??? Es war ein sehr freundliches und auf beiden Seiten außerordentlich zuvorkommendes Gespräch. Auf meiner Seite hatte es ja auch einen Grund, ich war noch am Leben.
25.10.2005 Man muss den Dingen die eigene, von Rainer Maria Rilke 18.10.2005 Ab und zu wird es an dieser Stelle auch Buchempfehlungen geben. Warum, wird sich die geneigte Leserin fragen. - Meine Weblogs sind eben literarisch betrachtet einfach nicht alles ;-). Ok, ... echter Grund: Es gibt Bücher, die sind einfach gut. Sicher, nicht für jedermann lesbar, aber das sind meine Weblogs ja auch nicht. Kurzum: wer sich auf ein Abenteuer einlassen will, der blättert mal durch die hier immer wieder empfohlenen Bücher. Diesmal: Was soll man noch dazu sagen? Wen der Titel anspricht, der/die sollte es lesen. Wer sich nicht berührt fühlt, sollte es lieber nicht lesen. Klingt einfach, aber so ist es eben. - An dieser Stelle möchte ich mich noch bedanken bei Felix Göpel. Hätte er nicht das Buch: "Mit dem Fahrrad zur WM" geschrieben (sehr lesenswert!), hätte ich nicht zu Sogyal Rinpoche gegriffen. Thanx :-)
15.9.2005 Cassis (wie der Franzose sicher nie sagen würde)
Update Juli 2009: Nun gibt es sogar schon Streetview Bilder des Campingplatzes in Cassis. 18.8.2005 Wie ich in einem Hamburger Schwimmbad den Notalarm auslösteIch war im Fernsehen. Ok, kein großer Sender sondern nur Hamburg TV. Die Airline EasyJet landete wohl zum ersten Mal in Hamburg und als ich mal wieder zappte (äh..., wie schreibt man das?) sah ich in der Glotze meinen Flieger landen. Das erklärte mir auch das Willkommensgebäck am Terminal 1, denn mit einem Riesenkeks wurde ich noch nie am Flughafen empfangen. Daneben begrüßte mich auch sehr schnell der Regen. Nicht viel, aber oft. Und wenn man schon mal nass ist, dann kann man auch gleich ins Schwimmbad. So waren wir (zwei Männer) am Candlelightabend in einem sehr schönen, alten Schwimmbad das romantisch mit Kerzenlicht erhellt und mit Klassik beschallt wurde. Außer im kühlen Außenbecken und im Wellenbad wurde überall wie wild geknutscht. Nur wir beide waren gleichgeschlechtlich unterwegs, wodurch man uns schnell ans andere Ufer abschoben. Als ich dann noch von meinem Gastgeber auf zwei Schwimmnudeln sanft durchs lauwarme Wasser gezogen wurde, war's natürlich für alle auch amtlich besiegelt, uns aber egal. Und was hat das mit dem Notalarm zu tun? Ok, ich hätte auch gerne am
Beckenrand auf Blubberblasen gelegen und mich der romantischen Zweisamkeit
hingegeben, aber das rechtfertigt es noch nicht
[leider], das ganze Schwimmbad taghell zu erleuchten und die
Sirenen zu starten. So plätscherten wir einfach so rum und wollten uns,
als es langsam gegen Ende ging, noch im kalten Tauchbecken erfrischen. Auf
dem gekachelten Weg dorthin wurden bereits die meisten Kerzen inklusive
Ständer abgebaut und zurück blieb auf dem nassen Boden nur eine Art
durchsichtige Frischhaltefolie. Darauf kam ich slapstickverdächtig ins
Rutschen und fuchtelte wie bekloppt mit den Armen in der Luft um irgendwo
Halt zu bekommen.
Ein paar Tage später waren wir nachmittags erneut in den Thermen des Holthusenbads. Da fand dann Schwangerschaftsgymnastikschwimmen statt. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte und kein Grund für den Notalarm.
8.8.2005 SecurityserviceDas nenne ich mal Service (und das meine ich nicht ironisch!). Da bin ich auf fremdem Gelände beim Fotografieren und werde nach recht kurzer Zeit aus einer schwarzen Limousine heraus angesprochen: "Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?" Nach dem ich in nur einem Satz erklärte, dass ich "Kunstfotos" machen würde, wurde mir sogar viel Spass dabei gewünscht. Wow?!?! Ich bin beeindruckt. Wären alle Securitymenschen so cool und gelassen, wäre diese Welt ein bisschen besser.
Nach ca. einer Stunde wurde ich erneut kontrolliert, diesmal aus einem Cayenne heraus (geiles Auto!). Auch der "neue" Kollege von der Securityabteilung wünschte mir weiterhin viel Spass.
Warum sind nicht alle DB-Mitarbeiter so kompetent und
gelassen, es wäre eine Freude!
So konnte ich auch (in der Nähe dieses ausrangierten Stuhls) ganz relaxed ein Schwätzen mit einem Lokomotivführer über digitale Spiegelreflexkameras halten. Er in der Lok, ich vor meinen Motiven. Leider habe ich viel zu langsam geschaltet, denn wie er in diesem Licht aus der Lok schaute, das war klasse. Aber erst als er wegfuhr fiel mir ein "Wieso habe ich Ihn nicht gefragt, ob ich Ihn fotografieren darf?!" Also: ... wenn irgendjemand einen Lokomotivführer kennt der aus Lübeck kommt und in Weil wohnt ..... ich hätte gerne (natürlich inklusive Lok) ein Date für ein Shooting! ;-)
[alle Bilder fotografiert mit der Nikon D70S von Titusz, thanx!] 5.8.2005 Telefonterror
Nachdem ich heute der letzten KOMMSCHON-Mitarbeiterin ausführlichst
erklärte, dass ich nicht mehr angerufen werden will und sie eher leise
meinte "ja, ich habe dafür Verständnis." will ich ab heute auf dem
Callcenterwerbungskanal ABSOLUTE RUHE haben. Und auch die Anrufe, die mit
"Herzlichen Glückwunsch, sie haben gewonnen!" anfangen.... ABFAHR'N!!! 25.7.2005 Axel trainiert für Olympia (ok, ... Seepferdchen)Gestern morgen drängelte man mich zur sportlichen Aktivität. Zugegeben, marketingtechnisch wurde mir der legendäre Sprung ins kalte Wasser mit allen Tricks schmackhaft gemacht. Aber zum Axel van Almsick bin ich dennoch nicht avanciert. Es war eiskalt (sah ich da nicht im benachbarten Kinderbecken eine Schlittschuhläuferin?!) als ich frierend neben dem 200 Meter Langbahnenschwimmbecken es nicht glauben konnte, wie bei Wind und Wetter (die Auguste sind in Freiburg sehr wechselhaft) am frühen Sonntagmorgen (es war erst kurz nach 11) ein Dutzend Hardcore-Schwimmer stoisch und teilsweise bebadekappt ihre Bahnen zogen. Da soll ich auch rein? Ne, ... oder? Die Beckenrandbrause war nichts für Warmduscher und Reinspringen durfte man auch nicht. Ich will ins Kinderbecken!!!! Und dann habe ich es geschafft: eine ganze Bahn. Wow, bin ich gut. Noch eine. Woooow ich mache hier ja glatt den Ian Thorp. Ok, noch eine Bahn, diesmal im Kraulstil. Jetzt vermisste ich am Ende der wässrigen Bahn schmerzlich das Sauerstoffzelt. Puhhh. Ist das anstrengen. Ok, jetzt raus, dann muss ich aber ums Becken zum Handtuch laufen, dass fällt auf. Also noch eine Bahn. Booohhh, so eine 400 Meterbahn hat es sich schon in sich. Ob ich gerettet werde, wenn ich winke? Ne, diese Bademeisterin mag mich nicht, die sieht aus wie Hella von Sinnen nur in der bösen Variante, Hella ist die Gute, die mag ich. Ok, noch 800m bis zum Rand. Boow ist das weit. Kann man eigentlich verhungern, wenn man zuviel Kalorien im Wasser verbraucht? Gibt es schon den wasserfesten Powerenergieriegel für den wettkampfschwimmenden Athleten für unterwegs? Noch 1200 m, ...... ich bin am total Ende, und jetzt spritzt diese Sau von Bahn vier mich noch nass. Bow, wenn ich Dich erwische. Und noch .... und da schlage ich auch schon ganz souverän ab, ... nirgends sehe ich im Bild die Einblendung "NEUER WELTREKORD". Wurde vergessen die Zeitmessung einzuschalten? Wo kann ich mich bei der Rennleitung beschweren, Betrug! In der Umkleide für Männer war ich dann schon zu erschöpft, um den festgetretenen Kaugummis auf dem Boden auszuweichen. Aber die heiße Dusche dort tat gut. Hier bleibe ich, hier bin ich Weichei. Naja, sonntagmorgendliche Badeausflüge bei Wind und Wetter sind dann doch nicht so mein Ding. Das ist nur was für die ganz harten, keinen Spass verstehenden Bahnenzieher. Läuft das Strandbad eigentlich unter Spassbad? Bestimmt nicht. Und warum durfte ich nicht auf die Rutsche (da leuchtete ständig die rote Ampel)? Ein Eis habe ich auch nicht gekriegt. Aber dafür durfte ich ja schon ohne Schwimmärmchen ins Wasser, ... aber hallo, ich bin doch kein Baby mehr! 14.7.2005
2.7.2005 Farin Urlaub live in Concert"Was suchen Sie?" fragte ich den stämmigen Securitymenschen, der mich beim Einlass von unten bis oben abtatschte. Neben ihm sah ich einen Waschkorb randvoll mit vorpubertären Nietenarmbändern. Die Farbe schwarz schien rund um mich herum zur inoffiziellen Kleiderordnung zu gehören, gerne auch mit Totenkopf auf der Brust oder Songtexten für den Hintermann. "Keine Ahnung!", antwortete er achselzuckend.
Als es dann endlich losging (ok, zugegeben, so lange mussten wir gar nicht warten ;-) spürte ich sofort die Bassdrum im Zwerchfell (selbst Sheila E. hätte Frau R. Rap Anerkennung gezollt, aber Hallo hatte die einen Wumm drauf!) und spätestens beim dritten Akkord (Farin soll sogar ein Lied mit insgesamt 14 Akkorden haben!?) ergab auch die Ausgabe von Ohrstöpseln am Zelteingang Sinn. Ich habe sie nicht benutzt. WAS ??? ... HÄ ??? Auch heute am Spätnachmittag hat das Zentrum für Akustik auf meiner Großhirnrinde links hinten rechts Koordinationsschwierigkeiten mit der adäquaten Lautstärkeregelung meiner Sprachausgabe, insbesondere in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Aber das legt sich. Tolle Songs, wahnsinn's Stimmung, heiße Atmo, sogar der Zelthimmel hat geweint (oder war es nur der kondensierte Schweiß, der vom Zeltdach tropfte?) - Alles in allem war es ein geiler Abend. Selbst der anschließende und beim ZMF als obligatorisches Rahmenprogramm stattfindende Regen konnte niemandem den Spass verderben. Ok, die im kleinen Zelt ausgebrochene Karaoke-Seuche hat es versucht, aber das war uns so phänomenal egal. Herr Urlaub, es war mir eine Ehre Sie live erleben zu dürfen, gerne wieder ... und grüßen Sie den Kollegen vom Management. Aber eine Frage habe ich noch, für was war der dritte Stöpsel in der Hörschutz-Einwegverpackung?
30.6.2005 haben Kerzen Schmerzen?Also meinen Kerzen (von Berufswegen eigentlich auf Hitze eingestellt) scheint es eindeutig zu heiß zu sein, ...
... mir nicht. Warum auch?
25.6.2005 Auf SendungSeit gestern Abend bin ich auf Sendung. Nein, nicht im TV (isch 'abe gar keine Telévisione!) sondern "ON AIR". Mal sehen, ob da meinerseits noch mehr kommt, aber auf jeden Fall will ich mich hier mal bei Christian Rotzoll bedanken, der a) eine Top PHP-Application dafür erstellt hat und b) richtig klasse Lernfilme dazu bereit legt (Da lacht das Pädagogenherz ;-). So..., und wenn nun die geneigte Leserin (ab und zu soll sich auch mal ein Leser hierher verirren) sich nun zur [- Hörerin -] updaten will (ja, wir sind heute mal wieder alle ganz crazy hipp drauf), dann einfach hier klicken: Leserin2Hörerin-UPDATE 0.1 beta Ja natürlich, ... vorher bitte Lautsprecher anschalten, ... uuuuuuuund
... 3 .... 2.... auf Sendung.....*flüster* 21.6.2005 wenn Du glaubst, Du kriegst mal wieder gar nichts hin ...
Sport ist Mordsagte die gutaussehende Assistenzärztin in der Notaufnahme während der leitende Arzt mit dem Ultraschallgerät über meine Wade glitt. Zuvor hatte ich mir noch ausgerechnet, ob ich endlich mal wieder zum Kampfsport gehe oder eher zum Fußball spielen. Was würde ich konditionell eher machen können, wo komme ich heil wieder raus? Alia iacta est und so landete ich nach einem 5:4 oder 3:2 (keine Ahnung wie es ausging) in der chirurgischen Notaufnahme des Diakoniekrankenhauses. Verdacht: Muskelriss in der rechten Wade. Ergebnis: "Schauen Sie mal" sagte der Arzt zu seiner sympathischen Assistentin, "so sehen gesunde Muskeln aus und so .." und deutete dabei am Monitor auf das Ultraschallbild meiner maladen Wade. Gerne hätte ich laut rausgerufen, "Herr Doktor was ist es? Ist es ein Junge, ein Junge???" Aber ich glaube, die medizinische Belegschaft hätte dann meinen Wadenschmerz nicht mehr so richtig ernst genommen, so unterdrückte ich mir diesen billigen Scherz. Im Wartebereich saß eine nicht unattraktive Dame, mit leicht vergrößertem großen Zeh (auf gut deutsch, geschwollen wie'd Sau). Sie rückte einen Stuhl neben sich zurecht, als ich rauskam um auf meinen Wadenwickel zu warten, doch ich ließ mich auf nächstmögliche Sitzgelegenheit fallen. Nach Konversation war mir nicht zumute, eher nach EINATMEN und schön wieder AUSATMEN um dem Schmerz Einhalt zu gebieten (ich habe nur darauf gewartet, dass noch jemand zu mir sagt "SCHATZ, Du musst PRESSEN, ja PRESSEN, so ist gut, ... PRESSEN!"). Nachdem die bauchnarbelfreie Lady mit dem Großen Zeh mich über den Tathergang ausfragte, musste ich ja auch und so erzählte sie mir, ihr sei eine Müslischale auf den großen Zeh gefallen, JA, es sei ihr auch peinlich, aber so war es eben. Zugegeben, ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen und kommentierte, "Das muss aber eine sehr große Müslischale gewesen sein!?". Verabschiedet haben mich alle medizinisch Studierten mit Handschlag, auch die schöne Doktorin, aber die Patientin mit dem Müslischalensyndrom habe ich nirgends mehr gesehen. Schade eigentlich. Der Arzt verabschiedete mich mit den Worten: "Mit den Krücken werden sie nun erstmal 3 Wochen Spass haben." Der Pförtner, den ich nur weiterempfehlen kann, meinte "Das habe ich auch mal gehabt, das ging 5 Wochen." Ich aber sage, "in einer Woche ist der Spuk mit den Krücken vorbei." Da wette ich meine Müslischale drauf.
21.5.2005 Die Leiden des jungen ImkersNein, ich bin kein Imker, aber ich war mittendrin, statt nur dabei.
Zum Fotoshooting, ...neeee, falsch, ......zum Honig naschen, sind wir dann richtig in die Materie eingetaucht, aber so was von eingetaucht, das hat gesummt, hinten vorne überall, aber ich .....coooooool, ......ganz easy, ..........völlig relaxed.
"ich glaube, diese Biene mag Dich nicht."
Nein, das sagte der Jungimker nicht, aber eventuell wäre es besser gewesen, denn kurz nach diesem Bild wurde ich hinterrücks und ohne Vorwarnung brutal von einer Killerbiene angegriffen. Direkt über der Oberlippe, halb in der Nase stach sie zu, ohne Vorwarnung. Ja, es hat weh getan, aber mit der überragenden und absolut professionellen Hilfe des Jungimkers wurde mir (OHNE NARKOSE!) der Stachel wieder entfernt. Zugegeben, ich habe eine dicke Lippe riskiert, aber das Erlebnis war es wert!
2.5.2005 Die Nordic Walker TrainerinEs gibt Sportarten, ......stopp, sagen wir lieber Leibesertüchtigungen ... , die sehen einfach albern aus. Und dann gibt es sogar auch noch jene, die nicht nur albern aussehen, sondern auch noch in aller Öffentlichkeit betrieben werden. - JA, ich oute mich! Ich finde Nordic Walking sieht total bescheuert aus. Zu Beginn dieser Welle, die nun gesamte Naturlandschaften überflutet, dachte ich, da hat jemand seine Ski vergessen. Im Hochgebirge ist das ja ok, gibt sicheren Halt und man endet nicht als Geierfutter 300m abwärts im Tal. Aber im bundesdurchschnittlichen Mittelgebirge ist dieser Anblick dann doch schon etwas gewöhnungsbedürftig. Zum Glück sind die meisten Stöcke (das natürliche Erkennungszeichen des gemeinen Nordic Walkers) mittlerweile mit Gummi besohlt, denn das kampfeslustige Tick-Tack-Tick-Tack militärisch marschierender Nordic Walker auf trockenem oder asphaltierten Untergrund kann einem schon den letzten Nerv rauben, wenn man eigentlich gerne die Stille der Natur genießen möchte. Neulich fand dieses Drama im benachbarten Wald seinen vorläufigen Höhepunkt: Die Nordic Walking Anfängergruppe mit Personal-Trainerin. Schon von Ferne sah ich, wie eine sich durch sportliche Erscheinung vom Rest der Gruppe abhebende Frau alleine vor einer Runde 40+ Damen (plus dem einen obligatorischen Alibi-Mann) rumzappelte und total wichtige Bewegungen vormachte. Alle standen mit eifrigem Interesse planlos rum und saugten das neue Fachwissen begierig auf. Als es dann gemeinsam los ging, hörte ich noch die Expertin sagen:" Nein Charlotte, Du musst so mit ....", ...gerne hätte hinzugefügt"....damit es dann auch so richtig bescheuert aussieht." Gibt es eigentlich schon das 800 Seiten starke Nachschlagewerk "Alles, was Sie über Nordic Walking wissen müssen!" im Buchhandel zu kaufen? Man kann da bestimmt extrem viel falsch machen, beim Nordic Walking. Da muss man vorher büffeln und lernen, um anschließend harmlose Wanderer und Spaziergänger in rasantem Schritt zu überholen. Zugegeben, wenn ich mich im Tempo einer Wanderdüne durch die Schwarzwälder Fauna und Flora bewege mag das dem einen oder anderen ambitionierten Freizeitsportler auch ziemlich erbärmlich vorkommen, aber ich finde das immer noch besser als Nordic Walking.
8.4.2005 Bayerische Kameramänner*In einer Gutbürgerlichen Beiz im Badischen kam ich einen kurzen Moment lang zur Ruhe (naja, eigentlich nur zu einer Redepause ;-)), da meine Begleitung die lokalen Örtlichkeiten aufsuchte. Das sind die Momente, die man mit komplett planlosem Herumgucken überbrückt, ohne jemand richtig anzugucken, man will ja keine Aufmerksamkeit erregen. Dabei muss man leider auch oft Gesprächen mithören, ... naja ... man will ja nicht, aber andere, um Tische gruppierte Rudel bemerken nicht, dass es ein Gespräch weniger im Gastraum gibt und dadurch der Lärmpegel doch merklich gesunken ist. So wurde ich unfreiwillig von einem min. 380m weit entfernt sitzendem jungen Mann informiert, dass er als bayerischer Kameramann hier in Baden-Württemberg Entwicklungshilfe gäbe. Das war in seiner bunt gemischten Truppe der absolute Brüller, ein Schenkelklopfer, alles lachte. Nun stellt sich genau in diesem Moment der studierte Kommunikationswissenschaftler die Frage: Warum lachen die eigentlich? Mann kann dabei auf verschiedene Antworten kommen. Abschließend meinte der Älteste in unserem Nachbarrudel sehr versöhnlich (ein Gentleman von sehr eleganter Erscheinung), dass Bayern und Baden-Württemberg sich doch schon etwas nähe stehen würden, das sei anders als mit den nordischen Bundesländern. Wie es dann aber weiter ging, kann ich nicht sagen, denn ab da hatten wir an unserem Tisch auch wieder was zu lachen, naja ein klitzekleines Bisschen zumindest. So war es nicht nur völkerkundlisch ein richtig guter Abend in einer gutbürgerlichen badischen Beiz. *Bevor jemand über das substanziell relevante Adjektiv nörgelt: ich finde es auch seltsam, ich dachte immer bayrischer, aber man lernt ja nie aus.
31.3.2005 Der Schweizer an sich rollt sehr gerneÜber Ostern war ich in der Schweiz einen Freund besuchen. Seit dem Milleniumswechsel klebte noch ein "2000" an meine Windschutzscheibe und so kaufte ich mir eine neue Autobahnvignette, diesmal in der Farbe Gold. Diese selbstklebenden Passierscheine babben ganz schön heftig, vielleicht hatte aber auch nur die über fünf Jahre dauernde Sonneneinstrahlung die Klebefolie in das Glas eingebrand. Ich putze jedenfalls wie ein Bekloppter, denn ich wollte ja in die Schweiz, und da muss es zumindest um die Mautplakette an der Frontscheibe richtig schön sauber aussehen. Bereits an dem ersten von mir angefahrenen schweizer Parkplatz staunte ich dann doch, wie schnell Vorurteile bestätigt werden. Für eine Parkplatzanlage mit kleinem Toilettenhäuschen und ca. 30 Stellplätzen für Autos und Wohnmobile gab es 24 (falls ich keinen übersehen habe) Abfalleimer, bestehend aus Metalgestänge und einem großem grauen Müllsack, welche alle erst kürzlich erneuert, bzw. geleert worden sind. Absolut faszinierend. Und auch im Klo gab es einen frisch gefüllten Papierhandtucher-Spender. Zugegeben, der Boden schien binnen der letzte 3-4 Stunden nicht wirklich feucht aufgewischt worden zu sein, aber sonst war alles vorbildlich und tiptop. Jedoch an der Parkanlagenausfahrt, die in einem Beschleunigungsstreifen auf der dazugehörigen Autobahn mündet, traute ich meinen Augen nicht. Da stand in großen und mahnenden Lettern: "Motor an." - Äh, Waaaas?? - Neigt der gemeine Schweizer gerne zum Rollen? Vergisst man bei all der vielen Hanglage schon mal (die Schweiz an sich liegt ja so ganz generell gesehen doch eher am Berg), den Motor anzuschalten, weil es ja bereits so hurtig rollen tut? Sind tatsächlich viele Mitreisende rechts und links und vor und hinter mir auf der Autobahn ohne laufenden Motor unterwegs? Ich konnte es nicht glauben. Nicht auszudenken, wenn man auf der Autobahn dann plötzlich erst während dem Fahren merkt, oooh, ich habe den Motor ja gar nicht an. Ich kam dann mit laufendem Motor an meinem Ziel am Bieler See an. War toll, hat Spass gemacht, aber den Sinn dieses Warnhinweises konnte mir auch der gebürtige Schweizer beim besten Willen nicht erklären. Naja egal. Die Schweiz ist auf jeden Fall einfach immer eine Reise wert!
24.2.2005 Kein Winterdienst;-)
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